openLAB hält stand: Dreiphasige Schadensversuche auf Feld 1

Vom 24. bis 26. September 2025 wurde die Forschungsbrücke openLAB in Bautzen einer koordinierten dreitägigen Experimentalkampagne auf Feld 1 unterzogen, um Schadensdetektion unter realistischen Versagensmechanismen zu untersuchen. Feld 1 der Brücke wurde bewusst mit typischen Schäden bestehender Betonbauwerke errichtet, verteilt über drei Träger:

  • Problematik der Kopplungsfuge (Träger 1.1)
  • Spannungskorrosionsrissbildung (Träger 1.2)
  • Reduzierte Schubtragfähigkeit (Träger 1.3)

Am Tag 1 (24.09.2025) wurde ein statischer Lastversuch an Träger 1.1 mit Hydraulikpressen durchgeführt, bei dem das Bauteil bis zur Grenztragfähigkeit belastet wurde, um das Verhalten der Kopplungsfuge zu analysieren.
Am Tag 2 (25.09.2025) lag der Fokus auf Träger 1.2, bei dem zwei obere und zwei untere Spannglieder durchtrennt wurden, um ein spannungskorrosionsähnliches Versagen zu simulieren und die Entwicklung des Dehnungsfeldes zu beobachten.
Am Tag 3 (26.09.2025) wurden erneut Hydraulikpressen eingesetzt, um schräg verlaufende Schubrisse an Träger 1.3 zu provozieren und aufzuzeichnen.

Während aller drei Versuchstage setzten die Projektpartner ein breites Spektrum hochentwickelter Monitoring-Sensoren ein, um jedes Schadensszenario hochauflösend zu erfassen. Die Datenaufbereitung läuft derzeit und der vollständige Datensatz wird anschließend offen für weitere Forschung und Validierung zur Verfügung gestellt.